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Wie erreichen wir Familien heute?


Fotos:  Verena Mörath
Fotos: Verena Mörath
08.12.2017 - Smartphone und/oder herkömmliches Hilfesystem? So lautete eine der brisantesten Fragen auf dem Fachtag zum 10-jährigen Jubiläum der wellcome-Landeskoordination Berlin. Suchen Eltern heute nur noch in Blogs und Foren nach Rat und Hilfe - oder profitieren auch lokale Angebote von der Digitalisierung? Wir stellen einen Auszug aus der spannenden Gesprächsrunde vor.

Über Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Familienhilfe sprachen auf dem Fachtag am 9. Oktober in Berlin:

Rose Volz-Schmidt, Gründerin und Geschäftsführerin der wellcome gGmbH
Peter Cersovsky, Geschäftsführer der Stützrad gGmbH
Simone Matthe, Kinderschutzkoordinatorin im Jugendamt Pankow
Nicola Schmidt, Bloggerin und Autorin von "Artgerecht - das andere Baby-Buch"

Durch die Diskussion führte Prof. Dr. Raimund Geene von der Hochschule Magdeburg-Stendal, Präventions-Experte und Sprecher des AK Kind und Familie Berlin.

Wir stellen im Folgenden einen Auszug aus der Diskussion vor. Die vollständige Dokumentation des Fachtags wird im Januar auf www.wellcome-online.de veröffentlicht.

1. Rose Volz-Schmidt
Leute, die gewohnt sind, sich Infos digital zu holen, sind auf den meisten Websites von sozialen Trägern "im Dschungel". Die Kompetenz in der täglichen Arbeit ist großartig. Aber die Zugänge müssen wir optimieren.
wellcome gGmbH hat ElternLeben.de deswegen entwickelt, weil Eltern heute alles im Internet suchen. Professionelle Angebote sind erforderlich; Abgrenzung von unseriösen/unprofessionellen Angeboten.
Zentrale Frage für sie für die weitere Diskussion: Wie kann es besser gelingen, die Online- und Offline-Welt zu verbinden?

2. Peter Cersovsky
Wie können sich digitale und analoge Welt besser vernetzen?
Es gelingt der Branche nicht, selbst Öffentlichkeit zu schaffen und positive Geschichten zu erzählen, das Image zu verbessern.
Zentrale Frage für ihn für die weitere Diskussion: Wie entsteht Vertrauen? Wie schaffen wir es, das was wir tun, besser zu vermitteln?

3. Simone Matthe
Die digitale Welt kann "Türöffner" sein für das analoge Hilfesystem. Der Mindeststandard für Jugendämter sollte hier ein guter Internetauftritt sein.
will sie die Familie auch in dieser schwierigen "gewinnen" für Zusammenarbeit.
Zentrale Frage für sie für die weitere Diskussion: Wie bekommt man Online- und Offline-Welt zusammen? Verantwortung für Vernetzung liegt auf beiden Seiten.

4. Nicola Schmidt
Eltern haben Angst vor Stigmatisierung und schämen sich, Hilfe wahrzunehmen. Deswegen gehen so viele Eltern online.
Wir haben auf der fachlichen Ebene kein Qualitätsproblem, sondern auf der Vermittlungsebene. Das klassische Hilfesystem wird sich damit anfreunden müssen, Suchmaschinenoptimierung zu betreiben. Was sind die Mechanismen, die im Netz funktionieren? Dieser Mechanismen muss ich mich bedienen, um meine Inhalte im Netz zu platzieren, z.B. Hashtags.

Die vollständige Dokumentation des Fachtags wird im Januar auf www.wellcome-online.de veröffentlicht.