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wellcome - für das Abenteuer Familie
Angela Merkel
Angela Merkel. Die vollständige Rede der Bundeskanzlerin finden Sie hier: www.bundesregierung.de

wellcome - eine ungeheure Reise

Festveranstaltung in Berlin mit Bundeskanzlerin


"Wenn man Frau Volz-Schmidt begegnet ist, dann kommt man von ihrer Idee nicht wieder so einfach los. Deshalb ist es mir eine Freude und Ehre, Ihnen zu zehn Jahren "wellcome" zu gratulieren. Ich bin seit 2007 Schirmherrin." Mit diesen Worten begann Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Festrede in der Hamburger Landesvertretung in Berlin vor etwa 150 Gästen, die aus der ganzen Bundesrepublik angereist waren. Weiter sagte sie, dass mit wellcome "eine Brücke zwischen Familienfreude und professionellen Institutionen geschlagen wird und Vernetzung stattfindet."

Die Hamburger Landesvertretung hat gemeinsam mit Sozialsenator Detlef Scheele, der Schirmherr von wellcome in Hamburg ist, die Türen der Landesvertretung für wellcome geöffnet, um diese Veranstaltung zu ermöglichen. Gastgeber Scheele: "Hamburg ist die Geburtsstadt für das Abenteuer Familie, denn hier ist die Idee zur wellcome-Initiative entstanden. Ich freue mich sehr, dass die wellcome-Teams, die Familien nach der Geburt eines Kindes ehrenamtlich begleiten, in zehn Jahren bundesweit auf große Resonanz gestoßen sind. Diese Art der Willkommenskultur ist ein Schritt zu mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland."

Oben links: Senator Detlef Scheele, Sozialbehörde Hamburg mit Moderator Jörg Pilawa. Oben rechts: Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, Elisabeth Wesche, Bischöfin Kirsten Fehrs. Unten links: Elise Glaß, wellcome-Mutter im Gespräch mit Jörg Pilawa. Unten rechts: Dr. Christian Meyn, Geschäftsführer von auridis.

Zu der von Jörg Pilawa moderierten Podiumsrunde gehörten die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, die erste wellcome-Koordinatorin Elisabeth Wesche und Elise Glaß, eine Berliner Mutter, die von wellcome betreut wird. Weitere Gäste auf dem Podium waren Christian Meyn, Geschäftsführer von auridis, der Stiftung, die das Wachstum von wellcome maßgeblich finanziell gefördert hat und Florian Gless, Ressortleiter beim Magazin stern. Gemeinsam mit dem stern und der Stiftung stern hat wellcome das Angebot "Familien in Not" aus der Taufe gehoben.

Seit 2009 wird wellcome vom Bundesfamilienministerium gefördert. Kristina Schröder: "Der Wunsch nach mehr Zeit rangiert bei vielen Familien noch vor dem Wunsch nach mehr Geld oder nach besserer Kinderbetreuung. wellcome gibt Familien also genau das, was sie brauchen!" Doch wellcome hätte diese Größe nicht erreicht, ohne die bedeutende finanzielle Förderung der Stiftung auridis. Christian Meyn, Geschäftsführer von auridis, wünscht sich in Deutschland mehr Stiftungen, die gute und vor allem skalierbare soziale Projekte in ihrem Wachstum fördern.

Kirsten Fehrs, Bischöfin in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, sagt: "Die Evangelische Familienbildung in Hamburg hat kritisch bewusst gemacht, dass wir neu die Frage nach der Verantwortung stellen müssen, wie Kinder heute aufwachsen. Und wellcome hat verstanden, hat einfühlsam darauf reagiert, dass dem Glück auch Krisen innewohnen. wellcome ist die Schwiegermutter, die im Haushalt hilft, der Großvater, der Tränen trocknet, die gute Seele von nebenan, die die Mütze Schlaf ermöglicht. wellcome spricht die Sprache des Mitgefühls und hilft konkret, pragmatisch, liebevoll. Ein Segen!"

Als Mutter von fünf Kindern weiß Elise Glaß es sehr zu schätzen, wenn "ihr" wellcome-Engel Marion Rauschenberger kommt. Auch bei der Festveranstaltung war eindrucksvoll zu sehen, wie Marion Rauschenberger umsichtig mit dem einen Zwilling nach draußen ging und das Baby beruhigte. Auch aus Hamburg war eine wellcome-Familie mit ihren beiden Kindern und der wellcome-Ehrenamtlichen nach Berlin gekommen. Sie wurden vor über sechs Jahren von wellcome betreut.

Oben links: Hamburger wellcome-Familie Tabein-Stürenburg mit den Kindern Arvid und Smilla und wellcome-Ehrenamtlicher Silvia Fux. Oben rechts: Florian Gless, Ressortleiter stern. Unten links: (v.r.) Dr. Axel Seemann, Ulrike Fröhling, Udo Müller, Dr. László Nagy, Renate Waigel, Regine Wagenblast. Unten rechts: Jörg Pilawa und Udo Müller. www.bmfsfj.de

Rose Volz-Schmidt, Gründerin von wellcome, schlug in ihrer Festrede die Brücke zwischen wellcome und Franz Kafka. Aus dem Off hörten die Gäste die Kafka-Parabel "Der Aufbruch":
Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeute. Er wußte nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: "Wohin reitest du, Herr?" "Ich weiß es nicht", sagte ich, "nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen." "Du kennst also dein Ziel?" fragte er. "Ja", antwortete ich, "ich sagte es doch: ,Weg-von-hier`, das ist mein Ziel." "Du hast keinen Eßvorrat mit", sagte er. "Ich brauche keinen", sagte ich, "die Reise ist so lang, daß ich verhungern muß, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme. Kein Eßvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise."
Rose Volz-Schmidt vergleicht den wellcome-Weg der letzten zehn Jahre mit dieser Parabel: "Kein Aufbruch ohne Unruhe. Neben dem ganz persönlichen Erleben, gibt es eine ganze Reihe von Signalen, die wir gehört haben, und die uns aufbrechen ließen: das waren die Schwierigkeiten nach der Geburt, der demografische Wandel, das Wegbrechen langjähriger Nachbarschaften und die Veränderungen bei den sozialen Systemen."

"Das "weg von hier" der Parabel bezeichnet die Herangehensweise von wellcome: Soziale Arbeit unternehmerisch sehen und den Bedarf von Familien erkennen. Und so war es konsequent, aus dem geschützten Raum der Kirche im Hamburger Westen auszuziehen und mit wellcome als gemeinnützige GmbH das social-franchise-Modell bundesweit zu verbreiten. Auch das war unbekanntes Land. Bis heute gibt es kaum gelingende Beispiele sozialer Verbreitungen, obwohl der Erfolg von wellcome ermutigen sollte."

"Aber dieser Input allein hätte nicht gereicht", sagt Volz-Schmidt, "wir suchten und fanden Kooperationspartner, Einrichtungen freier Träger, die die wellcome-Idee aufnehmen und ihr an 200 Orten in Deutschland ein Zuhause geben. Wir muten uns einander zu, denn es ist im sozialen Bereich immer noch unüblich, Bewährtes zu übernehmen, anstatt es selbst zu erfinden. Ich als Sozialpädagogin und langjährige Leiterin einer eben solchen Einrichtung weiß, wovon ich spreche. Später dann das Team vom stern, mit dem wir gemeinsam seit 2009 Familien in Not helfen."

"Und "last but not least" musste die Idee Beine bekommen, damit sie die Menschen erreicht: Wir wären nichts ohne die mehr als 2.000 Ehrenamtlichen und die ca. 1.000 Geldpaten - sie alle helfen Familien ganz konkret. Sie gehen mit uns auf dieser Reise, geben uns wichtige Impulse für unsere Arbeit. Ihre Begeisterung nährt uns auf eine ganz eigene Weise."“

Rose Volz-Schmidt
Rose Volz-Schmidt

Die Reise soll weiter gehen. Dazu braucht es auch Unterstützung. In Berlin wurde eine neue Säule der Finanzierung präsentiert und initiiert: der Club der 1000. Regine Wagenblast, stellvertretende Geschäftsführung, stellte die neue Fundraising-Idee vor. Durch die Arbeit mit wellcome wurde deutlich, dass immer mehr Menschen für das Abenteuer Familie von Anfang an Hilfe brauchen. Das Angebot von wellcome kann helfen, dass dies gelingt. Vor allem bei den Familien, die kein familiäres oder nachbarschaftliches Netzwerk haben. Hier setzt wellcome an und organisiert moderne Nachbarschaftshilfe, als Geldpatenschaften für Familien in Not und zukünftig auch mit einem Coaching-Programm für junge Eltern. Regine Wagenblast: "Wir haben viel gelernt, was Familien brauchen. Nicht aus wissenschaftlichen Abhandlungen, sondern aus der Praxis, aus den Erfahrungsberichten unserer Ehrenamtlichen, von unseren 200 wellcome-Koordinatoren, die tagtäglich mit jungen Familien in Kontakt sind, von unseren Netzwerkpartnern wie Ärzten und Hebammen. Unsere Arbeit liefert uns, wie selbstverständlich, jeden Tag neue Hinweise darauf, was in der Gesellschaft passiert, wo es hakt, was man besser machen kann."

Jörg Pilawa war der erste, der sich zum Club der 1000 bekannte. Auch Renate Waigel, wellcome-Patin in München, Axel Seemann, Bain & Company, der mit seinem Beraterteam, wellcome vor zwei Jahren pro-bono unterstützte, Ulrike Fröhling, ehemals im Management bei Axel-Springer und jetzt ehrenamtlich für die wellcome gGmbH engagiert, Udo Müller, Vorstandsvorsitzender Ströer - out of home media, und László Nagy, Partner bei Taskforce, der wellcome seit Anfang an kennt und seit zwei Jahren wellcome vor allem auf strategischer Ebene berät, gehören zu den ersten Mitgliedern im Club der 1000. Mit der finanziellen Unterstützung und dem Engagement des Club der 1000 kann es gelingen, neue Angebote zu etablieren, um Familien zeitgemäß und sehr direkt zu unterstützen.

Die a-capella-Gruppe Ladylike rahmte die festliche Veranstaltung mit ihren beschwingten Gesangseinlagen.

Die Berliner Festveranstaltung war nur möglich durch die Unterstützung der Hamburger Landesvertretung, die ihre Räume und ihr Personal kostenfrei zur Verfügung stellte, durch die Einladung des Hamburger Senators zum Mittags-Buffet, durch die pro-bono-Moderation von Jörg Pilawa und auch durch das musikalische Geburtstagsgeschenk der Gruppe Ladylike aus Pfaffenhofen.


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